Der Cashtest /

Der Cashtest

Die Münzen haben sich schon immer fühlbar und sichtbar unterschieden; in der Größe, im Gewicht und in der Gestaltung des Randes. Bei den Geldscheinen war das schon schwieriger. Zwar hatten auch sie schon immer verschiedene Größen und Farben, und der Wert war an den verschiedensten Stellen groß aufgedruckt, aber Sehbehinderte - besonders die mit Störungen des Farbensehens - konnten die Banknoten mitunter nur schwer auseinanderhalten, und für Blinde war strenge Ordnung im Portemonaie angesagt. Ein Geldschein konnte, wenn überhaupt, meist nur durch direkten Vergleich mit einem bekannten Geldschein identifiziert werden. Und genau das nutzt der Cashtest.

Der Cashtest

Schon lange vor der Einführung des Euro hat die Firma CareTec aus Wien das Problem erkannt und eine Schablone entwickelt, in welche die Banknote eingelegt werden kann. Das überstehende Ende der Banknote wird an der Schablone umgeschlagen, und am Ende der Banknote kann auf der Schablone der Wert abgelesen werden; entweder in Punktschrift, Schwarzschrift oder anhand von Symbolen. Die Symbole sollen vor allem Blinden helfen, die die Punktschrift nicht beherrschen.

Die Einführung des Euro hat CareTec das Leben leichter gemacht, denn seither muß nicht mehr für jede europäische Währung ein eigener Cashtest hergestellt werden. Meines Wissens ist der Dollar die einzige Währung auf Erden, die sich derartigen Bemühungen hartnäckig widersetzt. Alle Dollarnoten sind gleich groß und gleich grün.

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© 2003 by Falk Webel, Graz
Erstellt am So, 12.10.03, 14:06:18 Uhr.
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