Tagebuch-Übersicht / Xyba Teil 2 /

Xyba
Tagebuch einer neuen Beziehung

Beginn der Einführung

Vorbemerkung:

Bei der Beschreibung meiner Einführungswochen mit meiner Führhündin und auch in weiterer Folge, werde ich immer wieder die sogenannten "Hörzeichen" erwähnen. Das sind jene Worte, mit denen man einem Führhund sagt, was er tun soll - z. B. nach rechts oder links gehen, einen Zebrastreifen suchen, eine Straße überqueren usw. Jede Führhundeschule hat dafür ihr eigenes "Vokabular". Die Führhundeschule, in der Xyba ausgebildet wurde, verwendet dazu italienische bzw. aus dem Italienischen abgewandelte Worte. Da es im Italienischen viele Vokale gibt, sind die Worte für den Hund leichter zu unterscheiden. Außerdem haben Führhund und blinde Person damit eine Art "Fachsprache", die verhindert, dass der Hund von eventuellen Zurufen anderer Personen abgelenkt wird. Und genau deshalb werde ich in diesem Tagebuch die eigentlichen Hörzeichen nicht nennen, sondern jeweils nur deren Bedeutung. Man kann nie ganz ausschließen, dass jemand diese Hörzeichen einsetzt, um auszuprobieren, ob ihm ein Blindenführhund auch gehorchen würde, ohne zu bedenken, dass er damit das Führgespann bei seiner Zusammenarbeit stören, möglicherweise sogar in Gefahr bringen kann.
Sonntag, 1. Jänner 2006

Gabriels Vater, Erich, bringt mich zum Flughafen Graz. Ich bin ziemlich aufgedreht und rede wie ein Wasserfall. Der Abflug erfolgt mit geringer Verspätung, weil die Tragflächen des Flugzeuges noch enteist werden müssen. Bei der Ankunft in Zürich gibt es dann eine kleine Panne. Die Fluggesellschaft hat dem Flughafen nicht gemeldet, dass ich Assistenz benötige, um vom Flugzeug bis zu dem Punkt zu kommen, an dem ich abgeholt werde. Ich muss eine Weile warten, bis jemand kommt.

Jenny, Xybas Ausbilderin hat mir gesagt, dass sie Xyba zum Flughafen mitbringen wird. In wenigen Minuten werde ich Xyba zum ersten Mal spüren. Wie wird die Begrüßung verlaufen? Stürmisch oder zurückhaltend? Ich bekomme Herzklopfen. Endlich ist ein Mann von der Assistenz da: Passkontrolle, Koffer holen, Zoll und dann - "Ich kann hier niemand mit einem schwarzen Hund sehen." sagt mein Begleiter und beschließt, dass wir zum Informationsschalter gehen und Jenny ausrufen lassen. Aber ehe ich noch in Panik geraten kann, sieht er Jenny doch. Sie war gerade beim Informationsschalter um nachzufragen, wo ich wohl geblieben sein könnte. Jenny begrüßt mich herzlich - "Und hier ist Xyba." Ich lasse mich auf die Knie nieder. Xyba begrüßt mich freudig, tänzelt schwanzwedelnd um mich herum, stupst mich immer wieder und nimmt ihre Leine ins Maul. Das hat meine letzte Hündin Norka ganz genauso gemacht, wenn sie aufgeregt war und sich gerade nichts anderes zum Apportieren fand! Ich kann erkennen, dass Xyba ein eher kleiner, zarter Labrador ist. Zwischendurch verabschiedet sich der Mann von der Assistenz, den ich schon fast vergessen hatte.

Jenny nimmt meinen Koffer. Ich hänge mich bei ihr ein, bekomme Xybas Leine in die linke Hand und wir gehen los in Richtung Tiefgarage. Eher zaghaft gebe ich Xyba das Hörzeichen, damit sie "bei Fuß" laufen soll - und sie tut es tatsächlich! Sie läuft ganz leicht neben mir, zieht überhaupt nicht, versucht nur immer wieder die Leine ins Maul zu nehmen. Jenny meint, Xyba solle das nicht tun, und so gebe ich ihr das Hörzeichen für "loslassen". Und wieder gehorcht sie sofort. Sobald ich sie dafür lobe, will sie die Leine vor Freude aber gleich wieder nehmen. Ich bin zutiefst beeindruckt von der Leichtigkeit mit der Xyba neben mir herläuft, als wäre das das Selbstverständlichste von der Welt!

Auf der Fahrt von Zürich nach Allschwil beschreibt Jenny mir Xybas Charakter. Sie ist eine sehr feine, sensible Hündin. Sie braucht viel Lob als Bestätigung in der Führarbeit und hat manchmal noch Schwierigkeiten sich zu entscheiden, wie sie auf bestimmte Situationen reagieren soll. Da braucht sie dann Unterstützung von mir, um sich sicher zu fühlen.

Als wir in Allschwil bei dem Hotel ankommen, in dem die Führhundeschule ein Zimmer für mich reserviert hat, zeigt sich, dass ich das Hotel ganz für mich allein habe. Nicht einmal die Besitzer sind da. An der Tür hängt eine Nachricht, dass der Schlüssel im Briefkasten liegt und morgen früh jemand kommen wird, um mir ein Frühstück zu machen. Ich entscheide mich, jetzt nicht an Hitchcock-Filme zu denken und bin einverstanden, dass Xyba in dieser ersten Nacht noch bei Jenny bleibt, deren Wohnung sich gleich gegenüber dem Hotel befindet. Unsere erste Begegnung war doch sehr kurz, und es könnte Xyba im Moment sehr verunsichern, wenn sie gleich bei mir bliebe.
Montag, 2.1.2006

Um 7.30 Uhr holen Jenny und Xyba mich zum Frühstück ab. Xyba begrüßt mich, als wäre ich eine alte Bekannte. Im Frühstücksraum des Hotels werden wir bereits von Roland erwartet. Er ist der Führhundeausbilder, der Jenny die sich in ihrer Lehrzeit befindet, ausbildet und unsere Einführung mitbetreut.

Nach dem Frühstück machen wir einen langen Spaziergang, bei dem Xyba frei laufen kann und ich sie zwischendurch immer wieder zu mir rufe, damit sie lernt, zu mir zu kommen. Jenny und Roland erzählen mir noch einiges über Xyba: Sie ist in der Begegnung mit anderen Hunden eher vorsichtig, läuft im Freilauf nie weit weg und hat eine Schwäche für Pferdemist. Am Ende unseres Spazierganges kommen wir in die Führhundeschule. Als erstes geht es in die Futterküche, wo Xybas Vormittagsration vorbereitet wird. Die Führhunde werden zweimal täglich gefüttert. Sie bekommen ein Fertigfutter, das alles enthält, was sie benötigen und das mit lauwarmem Wasser einige Zeit aufgeweicht wird. In der Zwischenzeit gehen wir in die Cafeteria der Schule, wo ich einige andere Mitarbeiter treffe. Einige von ihnen kenne ich von den Einführungen mit meinen früheren Hunden oder zumindest von Telefonaten. Nachdem wir uns mit einem Kaffee gestärkt haben, bekommt auch Xyba ihr Futter. Dabei lerne ich etwas für mich Neues: Der Hund muss sich hinsetzen und warten, während ich die Futterschüssel zu Boden stelle. Erst auf meinen Pfiff aus einer Hundepfeife darf er zum Futter gehen. Was ein wenig nach "Zirkuskunststück" aussieht, hat einen wohldurchdachten Sinn. Wenn der Hund weiß, dass es immer auf den Pfiff aus dieser Pfeife etwas zu Fressen gibt, kann man diese Pfeife auch als Notfall-Hilfe einsetzen, wenn der Hund im Freilauf einmal absolut nicht zurückkommen will. Man sollte deshalb auch immer ein "Leckerli" dabei haben. Natürlich darf man dieses Mittel nur sparsam, also wirklich nur im Notfall einsetzen, denn wenn der Hund lernt, dass es immer etwas zu Fressen gibt, wenn er kommen soll, wird er auf ein Hörzeichen allein bald nicht mehr folgen.

Als Xyba gefressen hat, darf sie mit den anderen Hunden der Schule in den Auslauf, während Jenny mir die Schulgebäude zeigt. Die Führhundeschule hat zwei neue, sehr moderne Gebäude. Der Freilaufbereich ist ein richtiger "Spielplatz" mit unterschiedlichen Geräten: eine Wippe zum Drüberlaufen, etwas zum Durchlaufen und Drüberspringen, Apportierhölzer und eine schräg stehende große drehbare Scheibe, die mich an ein Kinderkarussell erinnert. So haben die Hunde auch im Auslauf in der Meute eine Menge Beschäftigung, was hilft Aggressionen zu vermeiden. Zum Schluss besuchen wir auch noch die Welpen. Drei vier Wochen alte schwarze Labradorbabies knabbern an meinen Fingern.

Nach dem Mittagessen in einem Gasthof machen wir eine Pause, bei der Xyba bereits bei mir im Hotelzimmer bleibt. Sie hat einen Plüschball mit dem wir eine Weile spielen. Xyba spielt sehr gern und würde von sich aus wahrscheinlich nicht damit aufhören. Ich muss das Spiel von mir aus beenden und sie auf ihren Platz schicken. Sie gehorcht auch schnell, lässt sich noch ein wenig kraulen, und dann entspannen wir uns eine Stunde.

Den Nachmittag beginnen wir wieder mit einem langen Spaziergang. Das Tempo ist zügig, und ich beginne zu spüren, dass mein Konditionstraining am Hometrainer wohl nicht ganz ausreichend war. Jenny hat das Führgeschirr mitgebracht. Das letzte Stück zur Führhundeschule soll ich mit Xyba im Führgeschirr gehen. Es ist eine gerade Straße, Xyba kennt den Weg genau und weiß außerdem, dass in der Schule ihr Futter auf sie wartet. Nun wird es für mich wieder richtig spannend. Wie wird das Gefühl sein, sich wieder von einem Hund führen zu lassen? Xyba schlüpft bereitwillig in ihr Führgeschirr, ich nehme Leine und Führbügel in die linke Hand und gebe ihr das Hörzeichen zum Losgehen. Xyba zieht los wie eine Rakete und ich habe alle Mühe mit ihr Schritt zu halten. Mein erster Gedanke ist: "Wie soll das bei dem Tempo mit Gabriel zusammen funktionieren?" Wir sprinten zuerst ein Stück geradeaus, dann geht es nach rechts und bergauf. Kurz bevor mir die Luft ausgeht, sind wir zum Glück bei der Schule. Xyba bekommt ihr Futter und Jenny, Roland und ich gönnen uns eine kleine Stärkung in der Cafeteria, bevor es an den "Theorieunterricht" geht. Wir gehen die 35 Hörzeichn durch. Die meisten kenne ich, ein paar sind neu dazugekommen.

Liegt es an meiner zunehmenden Müdigkeit oder an der Tatsache, dass mir allmählich wirklich bewusst wird, was da an Lebensveränderungen auf mich zukommt? Ich fühle mich sehr niedergeschlagen und frage mich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, jetzt wieder einen Führhund zu wollen. Ich bespreche mit Jenny und Roland die Frage, ob es überhaupt funktionieren kann, wenn ich mich von Xyba führen lasse und Gabriel - seinem Temperament entsprechend - einmal vorne einmal hinten einmal neben uns herläuft. Sie meinen, ich könnte dann auch Xyba einfach an der Leine führen und den Langstock benutzen. Das ist zwar nicht das, was ich mir für die zukünftigen Unternehmungen zu dritt vorgestellt hatte, aber sicher eine gute Möglichkeit, damit wir nicht in unnötigen Stress geraten. Nach diesem Gespräch bin ich wieder etwas beruhigter.

Für den Abend möchte ich mir nur eine Kleinigkeit zu essen kaufen und mich dann im Hotelzimmer ausruhen. Wir gehen auf dem Rückweg noch in einen Supermarkt. In der Schweiz dürfen Führhunde ganz selbstverständlich in jedes Lebensmittelgeschäft. Xyba bekommt eine "Schabracke" angezogen, das ist eine Art Kenndecke aus stoff, auf der das Blindenführhundesymbol aufgedruckt ist. Niemand im Supermarkt nimmt besondere Notiz von ihr. Davon sind wir in Österreich noch weit entfernt, und das bringt mich gleich zu der Frage, ob Xyba daran gewöhnt ist, auch einmal für kürzere Zeit allein zu bleiben. Denn ich kann sie zu Hause zum Einkaufen ja leider nicht mitnehmen. Jenny meint, in den ersten vier bis fünf Wochen sollte man sie eigentlich nicht alleine lassen. Oje, wie werde ich das wohl organisieren?

Zurück im Hotelzimmer möchte Xyba gleich wieder spielen, aber ich bin totmüde. Jenny hat auch gemeint, dass ich sie jetzt sehr bestimmt auf ihren Platz schicken soll. Nach einigen Versuchen legt Xyba sich dann auch hin und zwar immer ganz nahe zu mir, nach Möglichkeit mit Körperkontakt. Um halb zehn treffen wir uns nochmals mit Jenny zum letzten Versäubern.
Dienstag, 3.1.2006

Xyba war in ihrer ersten Nacht bei mir sehr ruhig und begrüßt mich beim Läuten des Weckers freudig. Als ich aus dem Bett steige und die ersten Schritte im Zimmer gehe, begrüßt mich auch ein veritabler Muskelkater. Beim Frühstück zeigt Xyba zum ersten Mal Widerstand. Sie will sich nicht hinlegen, bleibt entweder einfach stehen als ich ihr das Hörzeichen gebe oder setzt sich gleich wieder auf. Jenny erinnert mich daran, dass ich in diesem Fall sehr bald reagieren muss. Wenn ich das Hörzeichen zum Hinlegen zweimal gesagt habe und Xyba nicht reagiert, muss eine Einwirkung kommen, und zwar ein kurzer Ruck mit der Leine nach unten.

Auf das Frühstück folgt wieder ein langer Spaziergang. Zwischendurch machen wir eine Unterordnungsübung. Xyba muss sich hinsetzen und sitzen bleiben, während ich einige Schritte weitergehe. Dann rufe ich sie zu mir. Beim ersten Versuch klappt das noch nicht, beim zweiten mit ein wenig Unterstützung durch Roland, beim dritten dann aber einwandfrei. Das letzte Stück zur Führhundeschule gehen wir wieder im Führgeschirr. Diesmal bin ich auf das Tempo, das Xyba vorlegt, bereits vorbereitet und kann ganz gut mit ihr Schritt halten.

Nach Xybas Fütterung und unserer Kaffeepause fahren wir mit dem Auto in ein ruhiges Wohngebiet und beginnen mit dem "trockentraining" für die eigentliche Führarbeit. Zunächst lässt Jenny sich von Xyba führen. Ich gehe mit, indem ich meine Hand auf Jennys Schulter lege. Sie erklärt mir während des Gehens genau, was Xyba gerade macht und wie sie darauf reagiert. Danach spielt Jenny den Hund. Dazu wird ein spezieller Bügel verwendet, der auf meiner Seite so aussieht wie der Bügel des Führgeschirrs und auf der anderen einen Griff hat, an dem ihn Jenny hält. Nun muss ich selbst die Hörzeichen geben und Jenny reagiert darauf so, wie der Hund das tun würde. Sie macht dabei auch bewusst einige Fehler, die der Hund machen könnte, auf die ich entsprechend reagieren muss. Ich habe einen sogenannten "Zeigestock", der kürzer ist als ein Langstock und dazu dient, die Situation zu klären, wenn der Hund stehen bleibt. Wenn Jenny in der Rolle des Führhundes jetzt also stehen bleibt, taste ich mit dem Stock, ob der Grund eine Gehsteigkante oder ein Hindernis ist und gebe dann das entsprechende Hörzeichen für Straßenüberquerung oder für Umgehen des Hindernisses. Es ist ein eigenartiges Gefühl auf diese Weise von einer anderen Person geführt zu werden, und ich bin froh, dass wir in einer ruhigen Gegend sind, wo uns fast keine Passanten begegnen.

Nach unserer Mittagspause machen wir während des Spazierganges eine weitere Unterordnungsübung. Xyba muss sich hinsetzen und sitzen bleiben, während ich mit leicht gespannter Leine einmal im Kreis um sie herumgehe. In der Führhundeschule steht dann die erste Pflege auf dem Programm. Dazu gibt es einen Pflegetisch auf den der Hund springt und auf dem er in einer Höhe steht, in der man ihn in einer angenehmen Haltung bürsten und kämmen kann. Es gibt eine Bürste mit breiten Gumminoppen, die die Hunde sehr mögen und einen Kamm, mit dem mann die losen Haare aus dem Fell holt. Der ist weniger beliebt, denn da kann es schon vorkommen, dass es ein wenig zupft. Danach bekomme ich Xybas "Zubehör" - vom Tuch für die Pfotenreinigung, über Bürste, Kamm und Zeckenzange bis zu Spielzeug und einigen Materialien für Xyba und mich, um uns in der Dunkelheit besser sichtbar zu machen. Eine ganze Leinentasche - natürlich mit schwarzem Labrador drauf - wird voll.

Nun kommt Roland mit einer "Hundeattrappe". Das ist ein Koffer, der die Höhe eines durchscnittlichen Labradors hat und an dem ein Führbügel und eine Leine befestigt sind. Er dient dazu, die Einwirkungen mit der Leine zu üben, mit denen man den Hund beim Führen unterstützen oder korrigieren kann. Ich halte den Führbügel wie üblich in der linken Hand und die Leine nun in der rechten. Soll der Hund mehr nach rechts gehen, kann ich ihm dies durch einen kurzen Zug mit der Leine nach rechts anzeigen. Entsprechend mache ich das dann nach vorne, wenn er geradeaus oder auch einfach schneller gehen soll und nach links, wenn er nach links gehen soll. Dabei habe ich neben der Leine auch noch den Zeigestock in der Hand und muss darauf achten, den Hund nicht damit zu stoßen. Überläuft der Hund beim Führen z. B. eine Gehsteigkante, muss er mit einem kurzen energischen Ruck zurückgezogen werden. Alles das probieren wir jetzt mit dem Koffer, denn dem Hund sollte man so eine Einwirkung natürlich nur im Anlassfall geben. Xyba muss, während ich mit dem Koffer übe, auf dem Pflegetisch sitzen bleiben, was ihr gar nicht gefällt. Sie winselt immer wieder, besonders als eine der Schulkatzen vorbeikommt und meinen Rucksack und meine Jacke beschnuppert.

Den Abend verbringe ich wieder mit einem kleinen Imbiß im Hotelzimmer. Wie jeden Morgen und Abend telefoniere ich ausgiebig mit Gabriel. Er macht einen Schikurs und hat eine Menge zu erzählen. Natürlich ist er auch sehr neugierig auf alles, was ich ihm von Xyba erzähle. Jetzt wo, ich Zeit zum Nachdenken habe, kommen wieder Sorgen hoch, wie ich meinen Alltag mit Kind, Hund und Arbeit bewältigen kann, so dass niemand zu kurz kommt. Die Trainer legen die Latte sehr hoch, was die täglichen Zeiten für Spaziergänge und Freilauf angeht, und ich frage mich, wie berufstätige Menschen das hier in der Schweiz erfüllen können. Allerdings - wenn ich mich daran erinnere, wie viel Zeit ich mit meiner letzten Führhündin Norka auf Spaziergängen verbracht habe, so war das mit meinem damaligen Alltag - zunächst Studium, dann Berufstätigkeit und schließlich mit einem Baby - ganz gut vereinbar, und Norka wurde immerhin 13 Jahre alt. Also kann es wohl nicht zu wenig gewesen sein, und so will ich es auch in Zukunft wieder versuchen, auch wenn ich im Moment den Eindruck habe, dass es in Jennys Augen zu wenig wäre.

Barbara Levc

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© 2006 by Barbara Levc
Erstellt am Do, 02.03.06, 11:50:19 Uhr.
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