Die Brailletafel /

Die Brailletafel

Es handelt sich dabei um ein Hilfsmittel zum Schreiben der Blindenschrift. Brailletafeln gibt es in den verschiedensten Größen (DIN A 4 ist die größte).
Sie sind aus Metall oder Plast gefertigt. Im Gegensatz zu Punktschriftmaschinen eignen sie sich gut zum Mitnehmen, um unterwegs Notizen machen zu können.

Die Tafel besteht aus zwei miteinander verbundenen Teilen. Ein Teil besteht aus lauter Formen mit Vertiefungen, (6 Vertiefungen in jeder Form für die 6 Punkte der Blindenschrift). Der andere Teil dient als Führung beim Schreiben und besteht nur aus Kästchen (Kulissen).
Bild a): Aufgeklappte Brailletafel

Bild a): Aufgeklappte Brailletafel. Die Kulissen für die Zeichen auf der Vorderseite sowie die Formen für die Punkte auf der Rückseite der Tafel sind gut erkennbar.

Zum Schreiben klappt man die beiden Teile der Tafel auseinander und legt ein Blatt auf den Teil mit den Formen. Nun klappt man die Tafel wieder zu. Mit einem Griffel kann man nun Braillepunkte in das eingelegte Blatt drücken. Man schreibt seitenverkehrt und von rechts nach links, denn die Punkte drücken sich von oben in das Papier hinein. Zum Lesen aber muss man das Blatt umdrehen, um die Buchstaben zu fühlen und wie üblich von links nach rechts zu lesen.
Bild b): Tafel mit eingelegtem Papier

Bild b): Tafel mit eingelegtem Papier.

Von oben werden die Punkte mit dem Griffel in die Formen gedrückt. Bei einigen Tafeln helfen Ausbuchtungen an den Rändern der Kulissen, mit dem Griffel den richtigen Punkt zu treffen. Der Rest ist Gefühlssache und ein wenig Kraftaufwand. Geübte Schreiber erreichen mit der Tafel ein beachtliches Tempo. Der große Vorteil dieser manuellen Schreibgeräte: Sie sind im Vergleich zu den Maschinen extrem leise.

Bild c): Verschiedene Brailletafeln

Bild c): Brailletafeln aus Plast oder Metall gibt es in den verschiedensten
Größen und Farben.

Petra Raissakis

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© 2001 by Petra Raissakis, Graz
Erstellt am Fr, 13.07.01, 10:43:18 Uhr.
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