Blinde Menschen und Internet /

Blinde Menschen und Internet

Das Internet gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.

Gerade für blinde Menschen, die nicht so leicht an Informationen herankommen, weil Werbematerial meist den Scanner zum Streiken bringt, ist es eine gute Möglichkeit, sich Wissen anzueignen.

Es erleichtert auch den Alltag, indem man im Internet einkauft oder sich einen Überblick über aktuelle Angebote diverser Geschäfte verschaffen kann, ohne eine sehende Begleitung finden zu müssen.

Man kann in Zeitungen stöbern, liest in aller Ruhe Klappentexte aktueller Bücher, findet im Telefonbuch die Nummern von Freunden ...

Viele blinde Menschen verwenden zum Surfen im Internet einen Browser Namens Lynx.

Lynx gibt nur Text wieder, blendet Grafiken und Bilder aus. Leider bleibt da von manchem Internetangebot nicht mehr viel übrig. Lynx bereitet den Bildschirminhalt sehr übersichtlich auf. Dadurch kann man sich rasch zurechtfinden. Allerdings hat der Browser Schwierigkeiten mit JavaScripts und Flash.

Enthält eine Seite Frames, werden die Frame-Namen (nicht der inhalt) untereinander aufgelistet. Man muss in jeden Frame "hineingehen", um zu sehen, was sich darin verbirgt. Namen wie Frame1, Linksoben, unten ... sind nicht hilfreich und lassen das Angebot zu einem Versteckspiel werden. Hier zur besseren Verständlichkeit ein Beispiel.

Um im Internet zu Surfen ist kein Windowszugang notwendig. Es funktioniert Dank Rene Ludwigs Lynx_kit mit Einschränkungen auch unter DOS.
Aktuelle Dos- und Windows-Lynx-Versionen finden Sie auf der Fdisk-Homepage (Angebot ist in Englisch).

Auch der Mailaustausch kann unter DOS gepflegt werden. Programme wie Crosspoint und Nettamer sind gut geeignet. Diese finden Sie ebenfalls im Downloadbereich auf Rene Ludwigs Homepage.

Falls Sie eine eigene Homepage haben, dann können Sie sich hier ansehen, wie sie der Lynx Viewer anzeigt.

Petra Raissakis

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© 2000 by Petra Raissakis, Graz
Erstellt am Di, 17.10.00, 08:01:19 Uhr.
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